Ab ins Wasser sonst werden wir noch nass!
Das verlängerte Wochenende am Bergwitzsee war zwar nicht ganz so sonnig, aber ich konnte nicht nur Spaß sondern auch Taucherfahrung und das Brevet CMAS* mit nach Hause nehmen.Als nächstes kamen dann die ersten Übungen für mich an die Reihe. Ich zeigte das Zeichen für „keine Luft mehr“ und atmete eine Weile durch Thomas Zweitregler. Schließlich erreichten wir eine Taucherplattform und ich machte eine Übung mit der Maske. Nachdem wir wieder erfolgreich aufgetaucht waren und uns schleunigst umgezogen hatten, fuhren wir zurück auf den Campingplatz. Dort trugen wir den Tauchgang ins Logbuch ein, verteilten Stempel und konnten abends in gemeinsamer Runde bei den anderen Tauchern, die keinen Großfisch gesehen hatten (!), mit „unserem“ Zander angeben. Es wurde noch geredet, gescherzt und gegrillt bevor jeder in seiner Hütte (oder in seinem Wohnwagen) das Bettquartier bezog.
Am nächsten Tag ging es nach gemeinsamen Frühstück nach Ferropolis, die Stadt aus Eisen, die sich auch am Tauchsee befindet. Den Namen verdankt sie den 5 riesigen, eisernen, ausgedienten Schaufelrad- und Eimerkettenbaggern sowie Absetzern, jeder einzelne bis zu 130m lang und 30m hoch. So hatten auch die „Nichttaucher“ etwas zu erleben zumal um diese Giganten Stände mit verschiedensten Angeboten aufgebaut waren. Manche absolvierten hier ihre erste Trabbifahrt. Und ich habe in der Zwischenzeit meinen ersten im See versunkenen Wald gesehen. Ja wirklich, beim Einstieg in den Gremmiener See bei Ferropolis gab es in 9m Tiefe Bäume zu sehen, die zu Zeiten des Bergabbaus noch auf dem Trockenen standen. Ein Aufstieg mit „Dekostopp“ auf 3m Tiefe und ein weiterer Aufstieg unter Wechselatmung bildeten den Ausbildungsteil der 2 Tauchgänge durch den Wald. Beim 2. konnten Thomas und ich sogar einen imposanten Hecht durch die Baumkronen schwimmen sehen.
Abends wurde wieder ausgelassen gegrillt und die Erlebnisse des Tages besprochen.
Am Samstag verließen sie uns. Sie, das sind Sylvia und Jörg, sowie Carmen und Horst. Und auch die letzte Gunst Petrus’! Wir tauchten wieder beim selben Einstieg wie am Donnerstag aber diesmal unter erschwerten Bedingungen: Regen, Wind, (noch) nasse Neoprenanzüge und Kälte! Nur Thomas verstand unsere Probleme in seinem „Trockie“ nicht. Die beiden letzten Tauchgänge meiner Ausbildung zum CMAS*-Taucher boten dennoch recht viel. Wir fanden, diesmal mit Kamera bewaffnet, den Zander wieder und konnten nach einer Schnappattacke an unserem noch lebendem Tauchlehrer eine Notaufstiegsübung erfolgreich abschließen. Mit Ralf ließ ich dann zum krönenden Abschluss, auf dem Rücken liegend, noch ein Paar „Blasenringe“ steigen.
Nachdem wir uns dann bei dem kalten, nassen Wetter unseren kalten, nassen Anzügen entledigt hatten, freute ich mich riesig nun ein „Einstern“ zu sein.
Abends feierten wir den Abschluss eines tollen Tauch –und Erlebniswochenendes und am nächsten Tag war auch schon alles vorbei und jeder fuhr nach hause.
So, jetzt muss ich aber. Es gibt Essen. Lecker Zanderfilet!
Lukas
Kommentare
Scheint ja im großen und ganzen ein gelungener Ausflug gewesen zu sein.